Die vier Königsstädte:ZurückHome


Als die vier Königsstädte Marokkos bezeichnet man Fès, Marrakech, Meknès und Rabat. Diese vier Städte waren jeweils zu einer bestimmten Zeit die Hauptstädte des Reiches.

 

Marrakech:
Marrakech wurde im Jahre 1062 durch den Almoraviden Youssuf Ibn Taschfin gegründet. Er baute die erste Moschee und planzte die riesigen Dattelpalmenhaine, die bis heute noch zu sehen sind. Marrakesh wurde zur Hauptstadt seines Reiches. Nach und nach wurde die Stadt von den Almoraviden und später durch die Almohaden ausgebaut. Die 9km lange Stadtmauer stammt noch aus der Almoravidenzeit.

 

Meknès:
Im Jahre 1063 wurde an der Stelle, wo sich heute Meknès befindet, eine Festung der Almoraviden errichtet. Erst unter dem Alewiten(Alouiten)herrscher Moulay Ismail (1672-1727) erlebte Meknès seine Blütezeit. Moulay Ismail ließ mit Hilfe von 30.000 Sklaven Gärten, Stadtmauern und Paläste bauen und wählte Meknès zu seiner Hauptstadt. Nach dem Tod Moulay Ismails wurde die Königsresidenz nach Fès verlegt.

 

Fès:
Die Stadt Fès wurde im Jahre 808 von Idriss II. gegründet. Dieser ließ an dieser Stelle, an der sich sein Vater niedergelassen hatte die ersten Häuser bauen. Es entstand ein religiöses und geistiges Zentrum und nach Kairo die zweite Universität der Welt. Bis zum Jahre 1912 war Fès Königssitz, der anschließend nach Rabat verlegt wurde (französisches Protektorat).

 

Rabat:
Im 10. Jahrhundert gründeten Berber ein Ribat (Klosterburg) auf dem Oudaia-Felsen. Später wurde diese erweitert und zu einer Festung ausgebaut. Abu Youssuf Yakub el Mansour (1184-1199) gründete die Stadt Ribat el Fath und wählte sie zur Hauptstadt seines Reiches. Er leiß Stadtmauern und eine große Moschee errichten. Die Überreste dieser Mosche und das nicht vollendete Minarett - der Hassanturm - sind bis heute noch zu sehen.

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